Schulen der 5. bis 8. Schulstufe

Nach der Volksschule (Sekundarstufe I) stehen in Wien im Prinzip drei Schultarten zur Wahl: Neue Mittelschulen (NMS), Wiener Mittelschulen (WMS) und Allgemeinbildende Höhere Schulen (AHS). In Bälde wird es in Wien keine Hauptschulen und Kooperativen Mittelschulen (KMS) mehr geben. Die Neue Mittelschule (NMS) tritt an deren Stelle. Derzeit gibt es etwas mehr als 120 NMS in Wien.

Neue Mittelschulen (NMS) und Allgemeinbildende Höhere Schulen (AHS) haben unterschiedliche (gesetzlich geregelte) Aufträge: NMS sollen die Schüler/innen je nach Interesse, Neigung und Fähigkeit für den Übertritt in mittlere und höhere Schulen befähigen und auf das Berufsleben vorbereiten. AHS sollen den Schüler/innen eine umfassende Allgemeinbildung vermitteln und damit die Voraussetzung für ein Hochschulstudium schaffen.

Der Besuch einer NMS schließt eine Bildungskarriere bis zum Hochschulstudium keineswegs aus - eine solche stellt jedoch eher die Ausnahme dar. Wiener Mittelschulen (WMS) versuchen (nicht zuletzt deshalb) den Brückenschlag zwischen NMS und AHS. Durch verstärkte individuelle Förder- und Unterstützungsangebote soll geeigneten Schüler/innen der Übertritt in alle weiterführenden (auch: höheren) Schulen ermöglicht/erleichtert werden. Derzeit gibt es 24 WMS in Wien.

An allen AHS werden die Schüler/innen in den ersten beiden Schuljahren nach identen Lehrplänen unterrichtet. Erst im dritten Jahr (7. Schulstufe) wird zwischen Gymnasium (Schwerpunkt: Sprachen), Realgymnasium (Schwerpunkte: Mathematik & Naturwissenschaften) und wirtschaftskundlichem Realgymnasium (Schwerpunkte: Wirtschaftskunde, Chemie, Psychologie & Philosophie) differenziert. Darüber hinaus gibt es auch Sonderformen wie Sport- oder Musikklassen. Da nicht alle Angebote an jedem Standort vorhanden sind, ist bereits mit der Auswahl der AHS eine inhaltliche Vorentscheidung  zu treffen.

Im Gegensatz zur AHS unterscheiden sich Mittelschulen von ihrer Schwerpunktsetzung (Musik, Sport, Informatik, soziales Lernen, Projektarbeit & Präsentation, Montessori-Pädagogik etc.) ab dem ersten Jahr.

Privatschulen können auch als Statutschulen geführt werden. Diese weichen in Teilbereichen (Schulorganisation, Lehrplangestaltung, etc.) von den gesetzlichen Regelungen der angeführten Schularten (NMS, WMS, AHS) ab. Derzeit gibt auf der Sekundarstufe I ca. 20 Statutschulen in Wien.

Neben den Unterschieden in den Zielsetzungen und der inhaltlichen Schwerpunktsetzung unterscheiden sich Schulen auch im täglich gelebten Verständnis von Lernen & Lehren. Die letztgenannten Unterschiede sind für viele Statutschulen identitätsstiftend und in Mittelschulen größer als in Allgemeinbildenden Höheren Schulen. Nichtsdestotrotz ist es auch im Falle von AHS lohnend, bei der Schulwahl den Fokus auch auf das täglich gelebte Verständnis von Lernen & Lehren zu legen.

Vergleichsstudien machen deutlich, dass die Unterschiede zwischen Schulen derselben Schulart mitunter größer sind als jene zwischen den Schularten (AHS oder Mittelschule). Deshalb sollten Sie der Wahl des Schulstandortes ausreichend Aufmerksamkeit schenken. Die Schulwahl (im Anschluss an die Volksschule) ist nicht auf die Frage "Mittelschule oder AHS" zu reduzieren.

Im Rahmen meines Unterstützungsangebotes kann ich Ihnen (auch) dabei helfen.