Schulwechsel

Schulen bieten unterschiedliche Handlungs- und Erfahrungsmöglichkeiten, indem sie inhaltliche Schwerpunke setzen, andere pädagogische Konzepte verfolgen, unterschiedlich ausgestattet sind (Räume, Grünflächen, Betreuungspersonal etc.). Die Schule macht einen Unterschied - und deshalb empfiehlt es sich, sorgsam zu wählen.

Dennoch kann ein und dieselbe Schule indivdiuell sehr unterschiedlich erlebt werden. Nicht jede Schüler/in fühlt sich in derselben Schule bzw. Klasse wohl. Die Beziehungen zwischen den Schüler/innen sowie zwischen Lehrer/innen und Schüler/innen spielen hier eine wichtige Rolle. In der Volksschule ist die Beziehungsgestaltung zwischen Lehrer/in und Schüler/in von besonderer Bedeutung, weil hier zumeist eine Lehrer/in über die Dauer von vier Jahren die schulische Bezugsperson für die Schüler/innen einer Klasse ist.

Eine nachhaltig gestörte Beziehung kann dazu führen, dass die Schulwahl überdacht, ein Schulwechsel ins Auge gefasst werden muss. Einer solchen Entscheidung gehen zumeist Monate voraus, in denen es zu einem fortschreitenden Vertrauensverlust zwischen der Lehrer/in (auf der einen Seite) und der Schüler/in sowie deren Eltern (auf der anderen Seite) kommt. Dabei geht es in der Regel nicht darum, dass Persönlichkeiten aufeinander treffen, die nicht miteinander harmonieren etc. Die Beziehung zwischen Lehrer/in & Schüler/in ist zumeist deshalb nachhaltig gestört, weil das Kind in der Wahrnehmung der jeweiligen Lehrer/in den Anforderungen an eine Schüler/in nicht gerecht wird, d.h. (1) dass sich das jeweilige Kind nicht so verhält, wie es die Lehrer/in für ein Schulkind für geboten hält, oder (2) dass das jeweilige Kind die von der Lehrer/in gestellten Leistungsanforderungen nicht erfüllt. Oft bedingt das eine das andere. Die Maßstäbe, die eine Lehrer/in dabei anlegt, unterscheiden sich mitunter eklatant.

Wenn Heranwachsende über Wochen und Monate äußern, dass sie nicht in die Schule gehen wollen (unter Umständen sogar bereits vermeintlich psychosomatische Beschwerden zeigen) und alle Versuche, gemeinsam mit der Schule eine Lösung zu finden, nicht fruchten, ist für Eltern ein Schulwechsel oft naheliegend. Weit schwieriger ist eine dahingehende Entscheidung, wenn Eltern zusehends mehr befürchten, dass der Schulbesuch ihrem Kind eher schadet als nutzt, ihr Kind jedoch die Schule nicht wechseln will.

Mit meiner Beratung kann ich Sie bei Ihrer Entscheidung unterstützen!
Ich werde gemeinsam mit Ihnen Ihre Handlungsoptionen abwägen, mögliche nächste Schritte durchdenken - und gegebenenfalls gemeinsam mit Ihnen Schulalternativen herausarbeiten.

Fest steht: Die Schulwahl ist nicht "in Stein gemeißelt". Ein Schulwechsel ist möglich - und manchmal notwendig!